Das Berufungsverfahren wurde ruhend gestellt und später von beiden Seiten als erledigt erklärt. Der EuGH möchte nun genauer wissen, warum sich das VG damals im Sinne von Tipico entschied und warum das Verfahren ruhend gestellt wurde. Der Generalanwalt des EuGH wird am 11. Dezember 2025 seine Schlussanträge zu diesem Verfahren stellen. Gleichzeitig betonte der BGH, dass auch Verstöße gegen Glücksspielvorschriften, etwa das Überschreiten des Höchsteinsatzlimits, zur Unwirksamkeit der Verträge führen können. Tipico ist in dieser Hinsicht bereits mehrfach auffällig geworden. Vergleich vor dem OLG Köln: Tipico zahlt Spieler 80% seiner Verluste nach Limitverstoß zurück Im Sommer 2025 kam es vor dem OLG Köln zu einem Vergleich. Tipico erklärte sich bereit, einem Spieler 80% seiner Verluste zu erstatten, die dieser bei Online-Sportwetten erlitten hatte. Er hatte im Sommer 2022 innerhalb weniger Wochen 27.000 Euro verloren - ein klarer Verstoß gegen das Einzahlungslimit. Das sah auch das Oberlandesgericht so und teilte mit, dass die Berufung von Tipico gegen das erstinstanzlich verlorene Verfahren keinen Erfolg haben werde. Wohl um das OLG-Urteil gegen sich zu verhindern, erklärte sich der Anbieter zu dem bet freiwette ohne einzahlung ohne oasis Vergleich (ohne Stillschweigeklausel) bereit. OLG Stuttgart spricht nach Verlusten rund 377.000 Euro zu Im Mai 2024 sprach das OLG Stuttgart ein Urteil, bei dem es einem Spieler Recht gab, der zwischen 2014 und 2020 rund 377.00 Euro bei Tipico verloren hatte. Landgericht Aschaffenburg verurteilt Tipico zur Erstattung von 175.000 Euro 2024 sprach das LG Aschaffenburg einem Kläger rund 175.000 Euro zu, die dieser durch die Teilnahme an Online-Sportwetten auf der deutschen Seite von Tipico verloren hatte.
Solche Angebote können daher erhebliche Risiken für Verbraucher mit sich bringen und sogar als sozialschädlich eingestuft werden. Vor diesem Hintergrund ist es folgerichtig, dass Anbieter das wirtschaftliche Risiko tragen, wenn sie ohne Erlaubnis tätig werden – etwa durch die Pflicht, Verluste zu erstatten. Besonders deutlich wird die Schwäche der Argumentation der Anbieter an einem vom Generalanwalt herangezogenen Vergleich: Würde man deren Auffassung folgen, könnten Unternehmen selbst dann sanktionslos tätig werden, wenn ein staatliches Zulassungssystem zwar Fehler aufweist, aber grundsätzlich zulässig ist. Der Generalanwalt illustriert dies am Beispiel eines regulierten Marktes für medizinisches Cannabis: Wäre das Genehmigungsverfahren fehlerhaft, dürfte nach dieser Logik jeder Anbieter ohne Erlaubnis Cannabis verkaufen – bis ein neues, rechtmäßiges Verfahren geschaffen ist. Dass ein solcher Zustand nicht hinnehmbar wäre, liegt auf der Hand.
Genau deshalb lehnt der Generalanwalt diese „Alles-oder-nichts“-Argumentation von Tipico ab. Für Spieler bedeutet das: Die Rechtslage entwickelt sich weiterhin sehr positiv! Ansprüche auf Rückzahlung von Verlusten bleiben ein zentrales und wirksames Instrument – auch gegenüber großen internationalen Anbietern. Wer betroffen ist, sollte seine Möglichkeiten prüfen lassen. BGH mit positivem Hinweisbeschluss (22.03.2024)Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in einem Hinweisbeschluss (Aktenzeichen I ZR 88/23) die Erstattung von Sportwettenverlusten bestätigt. LG Um spricht Spieler rund 70.000 Euro zu die dieser bei Online-Sportwetten verloren hatte Zwischen 2013 und 2020 verlor der Kläger durch von Tipico angebotene Online-Sportwetten rund 70.000 Euro, die der Anbieter ihm nun erstatten muss. LG Berlin II: Tipico muss Spieler rund 170.000 Euro erstatten Der Kläger verlor über mehrere Jahre, die er an Online-Sportwetten teilnahm, rund 170.000 Euro. Das Gericht verurteilte Tipico nun zur Rückzahlung.
| Auszahlungstyp | Besonderheit | Dauer im Vergleich |
|---|---|---|
| Erste Auszahlung | Verifizierung notwendig | Deutlich länger (kann mehrere Tage dauern) |
| Folgeauszahlung (gleiche Methode) | Verifizierung abgeschlossen | Schneller, Standardzeiten gelten |
| Folgeauszahlung (neue Methode) | Evtl. erneute Prüfung | Kann leicht verzögert sein |
Rechtsanwälte und Kanzleien müssen sich an das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) halten. Das RVG dient der Transparenz und Vereinheitlichung der Vergütung im Rechtswesen. Es sorgt dafür, dass Mandanten wissen, welche Kosten auf sie zukommen können.
In gerichtlichen Verfahren dürfen Anwälte nicht weniger als die gesetzlichen RVG-Gebühren abrechnen. Diese gesetzliche Mindestgebühr ist zwingend vorgeschrieben und kann nicht durch eine Honorarvereinbarung unterschritten werden (§ 49b Abs. 1 BRAO). In einem Verfahren gegen Tipico haben Sie die Wahl zwischen einem Prozesskostenfinanzierungsvertrag oder der Möglichkeit auf eigene Kosten zu klagen. Prozesskostenfinanzierer (PKF) übernehmen sämtliche anfallenden Kosten eines Gerichtsverfahrens. Zu den übernommenen Kosten zählen unter anderem die Anwaltshonorare, die anfallenden Gerichtskosten sowie, im Falle einer Niederlage, auch die Kosten der Gegenseite.
In einem Fall gegen Betano, bei dem ein Spieler 2018 rund 12.000 Euro verloren hatte, stellte sich der BGH auf die Seite des Klägers und deutete an, die Revision des Anbieters zurückzuweisen. Bereits das Oberlandesgericht (OLG) Dresden hatte zugunsten des Klägers entschieden. Um bet beste wettanbieter ohne lugas und ohne casino ein höchstrichterliches Urteil zu vermeiden, zog Betano die Revision zurück. Hier finden Sie den Betano-Beschluss des BGH zum Nachlesen BGH-Beschluss zu Tipico (27.06.2024)Der BGH sieht das Fehlen einer Lizenz als hinreichenden Grund an, um Glücksspielverträge mit Tipico für nichtig zu erklären. Rückforderungsansprüche bestehen auch dann, wenn die Genehmigung nur aufgrund eines unionsrechtswidrigen Verfahrens nicht erteilt wurde.
Der EuGH soll diese Auffassung im Zuge eines Vorabentscheidungsersuchens nun prüfen. Die mündliche Verhandlung in dem Verfahren C-530/24 fand am 24.09.2025 statt. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass der EuGH kritische Nachfragen hinsichtlich des Vortrags von Tipico gestellt hat. So behauptet Tipico, das Verwaltungsgericht Wiesbaden habe die Glücksspielbehörde bereits 2014 dazu verpflichtet, Tipico eine Konzession für Online-Sportwetten zu erteilen. Das Urteil auf das sich Tipico hier bezieht, ist jedoch laut BGH nie rechtskräftig geworden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Kläger bei einem Misserfolg nicht mit einem finanziellen Risiko konfrontiert wird. Im Erfolgsfall erhält der PKF eine erfolgsabhängige Provision, die sich auf 30–40 % des erstrittenen Betrags beläuft. Diese Provision wird jedoch erst nach der tatsächlichen Auszahlung an den Kläger fällig.
Erst ab Oktober 2020 wurden die ersten Lizenzen für Online-Sportwetten vergeben und erst ab diesem Zeitpunkt können Online-Sportwetten in Deutschland legal angeboten werden. Die White List der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder informiert darüber, wann ein Anbieter eine Lizenz erhalten hat und für welche Art von Online-Glücksspiel diese gilt. Einige Anbieter, darunter auch Tipico, haben ihre Lizenz sehr schnell erhalten. Bei anderen dauerte es eine Weile und viele Anbieter haben bis heute keine Lizenz erhalten. Ihr Sportwetten-Angebot ist nach wie vor illegal.
Zudem kann die GGL bereits erteilte Lizenzen auch wieder entziehen, wenn sich der Anbieter nicht an die gesetzlichen Vorgaben hält. Tipico beim EuGH: Generalanwalt stellt Schlussanträge im Verfahren C-530/24: Die aktuellen Schlussanträge des Generalanwalts im Verfahren gegen Tipico stärken die Position von Spielern deutlich. Der Kern der Rechtsprechung des Bundesgerichtshof wird bestätigt: Zivilrechtliche Ansprüche wie die Rückforderung von Spielverlusten oder Schadensersatz sind grundsätzlich zulässig und ein geeignetes Mittel, um unerlaubtes Glücksspiel effektiv zu unterbinden. Der Generalanwalt stellt dabei klar, dass nicht konzessionierte Angebote gerade deshalb problematisch sind, weil sie sich der staatlichen Kontrolle entziehen. Ohne Regulierung fehlen zentrale Schutzmechanismen – etwa Einsatzlimits oder effektive Spielerschutzsysteme. Der Vorteil, auf eigene Kosten zu klagen, liegt darin, keine erfolgsabhängige Provision an einen Prozesskostenfinanzierer zahlen zu müssen.
Leider sind Rechtsschutzversicherungen in Glücksspiel-Fällen nicht eintrittspflichtig. Neben den Kosten müssen Sie auch die gegebenenfalls anfallenden Kosten einer Vollstreckung selbst tragen. Ein rechtskräftiges Urteil kann jedoch bis zu 30 Jahre lang vollstreckt werden. Zudem wird der Rückerstattungsbetrag mit 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz verzinst. Diese Website nutzt Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und personenbezogenen Daten. Bitte wählen Sie die Richtlinien aus, die erlaubt werden sollen. Hier sind alle technisch notwendigen Elemente zu finden, die für den Betrieb der Website notwendig sind oder für die der Betreiber ein berechtigtes Interesse nach Art.
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Verluste nach diesem Datum können nicht zurückgefordert werden. Berechnung des rückerstattungsfähigen Betrags:Einzahlungen und Auszahlungen zwischen dem 10.04.2015 und dem 09.10.2020 (dem Zeitraum der Relevanz) werden berücksichtigt. Einzahlungen und Auszahlungen zwischen dem 10.04.2015 und dem 09.10.2020 (dem Zeitraum der Relevanz) werden berücksichtigt. In den letzten 10 Jahren und vor Lizenzerteilung am 09.10.2020 hat der Spieler 80.000 Euro eingezahlt. Gleichzeitig ließ er sich in diesem Zeitraum 30.000 Euro auszahlen.
Der rückerstattungsfähige Betrag ergibt sich aus der Differenz zwischen den Ein- und Auszahlungen: 80.000 Euro Einzahlungen – 30.000 Euro Auszahlungen = 50.000 Euro. Seit 2012 konnten Anbieter sich um eine Lizenz für Online-Sportwetten bewerben – aufgrund von bürokratischen Problemen mit dem Vergabeprozess wurde jedoch nie eine erteilt. Dagegen wehrten die Anbieter sich und zogen bis vor den Europäischen Gerichtshof. Dieser bestätigte, dass der deutsche Vergabeprozess für die Lizenzen nicht in Ordnung war. Das bedeutet jedoch längst nicht, dass das Sportwetten-Angebot grundsätzlich als legal einzustufen ist, wie die Anbieter es gerne hätten. Hier werden alle Social-Media-Kanäle aufgelistet, die die Website verwendet.
| Faktor | Auswirkung auf Dauer | Erklärung |
|---|---|---|
| Verifizierungsstatus | Sehr hoch | Erste Auszahlung erst nach vollständiger Kontoüberprüfung möglich |
| Gewählte Methode | Hoch | E-Wallets sind deutlich schneller als Banküberweisungen |
| Bearbeitungszeit (Tipico) | Mittel | Interne Prüfung dauert meist bis zu 24 Stunden |
| Bankbearbeitungszeit | Mittel | Bei Überweisungen abhängig von den Banken |
| Wochentag / Uhrzeit | Gering bis Mittel | Anträge an Wochenenden/Feiertagen verzögern sich |
Für den Verbraucher ist es auf den ersten Blick ziemlich verwirrend, sich den vielen Online Brokern, Gas- und Stromanbietern sowie Versicherungen zu widmen.