Forscht u.a. zu Fragen der Autorschaft und zur Buchkultur um 1800. Der deutsche Marxist Willy Huhn (1909-1970). Die Arbeiterbewegung des 20. Jahrhunderts war eine geschichtsmächtige Kraft. Über Generationen konnte sie die politische Landschaft in ihrem Sinne beeinflussen. Doch ihre beiden politischen Hauptströmungen, Sozialdemokratie und Bolschewismus, verloren ? ihr emanzipatorisches Potenzial und wurden zu Trägern neuer Herrschaftsverhältnisse. Heute wird deutlicher denn je, dass zur Überwindung des Kapitalismus neue politische Ansätze nötig sind. Es liegt deshalb nahe, danach zu fragen, welche Antworten die historisch marginalisierten Richtungen der Arbeiterbewegung gaben und wie sie ihre Vorstellung praktisch zu realisieren versuchten.
1967 gegründet umfasst er heute über 50 Kooperativen mit 20.000 Mitgliedern. Diese sind, ursprünglich ausgehend von einem Beerdigungsinstitut, nunmehr auch in der Produktion von Nahrung, im Transportwesen und in der Gesundheitsversorgung tätig sind und versorgen ein Viertel der Stadtbevölkerung in drei eigenen Wochenmärkten mit Lebensmitteln. Die Organisation ist debürokratisiert worden, sie ist heute schlicht jenseitig: Es gibt keine Hierarchie, man klärt und entscheidet alles in Versammlungen ohne Leitung und Tagesordnung. Am Ende wissen die Teilnehmer, wie sie im Einverständnis aller die anstehenden Aufgaben angehen – "kollektives Gehirn" heißt das. Die drei längsten Beiträge haben keine Autorennamen, sie "sind Ergebnis einer kollektiven Diskussion, mit der hunderte ArbeiterInnen ihren Arbeitsalltag analysieren und verändern".
Man sieht sich nicht als Modell; wie konkrete Menschen zu freundlichen und solidarischen Beziehungen finden, ist weder planbar noch kopierbar. Der Focus liegt nicht auf dem Kampf mit der dominanten kapitalistisch-staatlichen Umwelt – dem sucht man wo geht auszuweichen. Er liegt auf der Entwicklung und Ausdehnung der autonomen Räume, die man sich schafft: physisch-materielle und geistig-psychische. So wie die Menschen drauf sind, haben sie die herrschende Gesellschaft in sich. Selbst-Änderung und die der äußeren Strukturen sind untrennbar. Und es interessiert natürlich, welchen Anteil sie selber daran hatten, dass ihre Vorschläge so wenig gehört wurden.
Wie hätten sich Marxist/innen in der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts positionieren sollen, die Rosa Luxemburgs Kritik sowohl an Lenin als auch an der Mehrheitssozialdemokratie teilten? Der 1970 verstorbene Willy Huhn gehört zu den wenigen deutschen Sozialist/innen, die sich diese Aufgabe stellten. Sein politisches Leben und seine Schriften sind jedoch kaum bekannt. Das von uns herausgegeben Buch soll dazu beitragen, diese Lücke zu schließen.
| Veranstaltung | Typische Wettmöglichkeiten | Buchmacher (Beispiel) |
|---|---|---|
| Berlin-Marathon | Sieger, Zeit unter/über X, deutscher Läufer | Tipster Berlin |
| ISTAF (Leichtathletik) | Sieger 100m, Weite Stabhochsprung | Oddset |
| Berliner Wahl | Stärkste Partei, Koalitionsaussagen | Spezialisierte politische Wettbörsen |
| Berlin International Film Festival (Berlinale) | Gewinner Goldener Bär, bester Schauspieler | Internationale Anbieter |
Jochen Gester hat dafür eine ausführliche biografische Skizze des Autors erstellt, die ? nachvollziehbar macht, wie Huhn politisch sozialisiert wurde und wie sich sein Lernprozess entwickelte, der ihn schließlich zu einem Protagonisten des antiautoritären Sozialismus machte.
Das Buch erlaubt den Leserinnen und Lesern darüber hinaus Huhn in fast 30 Dokumenten selbst zu studieren. : +49 (0) 30 - 27 59 35 00, Fax: +49 (0) 30 - 27 59 35 02 Steuer-Nr.
Mit Staat und Politik muss man rechnen, nicht sich mit ihnen einlassen. Den Ort, wo sich der mit Occupy und Revolten kreuzt, sucht John Holloway im Nachwort jedoch m.E. Bei Amazon ist das Buch nicht zu haben. Die Materialität von Literatur erhält durch die Digitalisierung des Schreibens und Publizierens einen historischen Index. Sie ist das wesentliche Merkmal eines ›druckpapiernen Weltalters‹, das um 1800 in einer bis heute unerreichten Intensität beschrieben und reflektiert wurde.
Schreiben, Publizieren und die vielfältigen Formen des ›Büchermachens‹ am Übergang vom 18. ins 19. Jahrhundert – das sind die drei Themenkomplexe, denen sich die Beiträge dieses Sammelbandes widmen. Untersucht wird mit unterschiedlichen Ansätzen die Materialität von Artefakten, Praktiken und Medien im Kontext der Literatur.Schreiben erscheint um 1800 als eine vielgestaltige Praktik, deren Materialität und Körperlichkeit es stets zu beachten gilt. Damit eröffnet sich auch das weite Feld der »Papierarbeiten« in allen Bereichen des Wissens und der Künste, des Spielens mit der Materialität von Schreibwerkzeugen, von Fingerübungen und Handarbeiten.Die Materialität des Publizierens ist ein oft wenig beachteter, aber entscheidender Faktor der Literatur. 34/217/58303, Umsatzsteuer-ID: DE 196559745 Dieser Tage erscheint im Verlag Die Buchmacherei Klaus Gietingers neuer Roman »Tote auf Urlaub«, dem der folgende Auszug entnommen ist.
Wir danken dem Autor und Verlag für die freundliche Genehmigung. Der Autor stellt seinen Text am 22.
| Jahr | Umsatz (geschätzt) in Mio. € | Steueraufkommen (Land Berlin) | Beschäftigte (direkt) |
|---|---|---|---|
| 2020 | ~85 | ~4,25 Mio. € | ~120 |
| 2022 | ~110 | ~5,5 Mio. € | ~150 |
| 2024 | ~135 | ~6,75 Mio. € | ~180 |
Februar in Berlin ab 18 Uhr im Dragoner-Areal, »Kiezraum«, Mehringdamm 20 persönlich vor.
Autorinnen und Autoren des 18. und 19. Jahrhunderts antizipieren den Druck ihrer Werke, sie richten Manuskripte und Texte auf diesen aus, begleiten das ›Büchermachen‹ mit großer Aufmerksamkeit und Anteilnahme. Darüber hinaus beschäftigen sich viele Schreibende eingehend mit den ästhetisch-materialen, handwerklichen und künstlerischen Qualitäten ihrer gedruckten Werke. Denn das Publizieren unter den Bedingungen eines sich herausbildenden literarischen Marktes entwickelt sich um 1800 auch zu einer zunehmend professionalisierten Fertigkeit, die Autorinnen und Autoren beherrschen müssen.
Untersucht wird mit unterschiedlichen Ansätzen die Materialität von Artefakten, Praktiken und Medien im Kontext der Literatur. Schreiben erscheint um 1800 als eine vielgestaltige Praktik, deren Materialität und Körperlichkeit es stets zu beachten gilt. Damit eröffnet sich auch das weite Feld der »Papierarbeiten« in allen Bereichen des Wissens und der Künste, des Spielens mit der Materialität von Schreibwerkzeugen, von Fingerübungen und Handarbeiten. Die Materialität des Publizierens ist ein oft wenig beachteter, aber entscheidender Faktor der Literatur. »Wer sich, gerade auch angesichts der laufenden Digitalisierungsdebatte und des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit bisweilen übergriffigem Nachdruck propagierten Medienwechsels bet sportwetten online casino zum Digitalen, für die Materialität der Bücher interessiert, wird den Sammelband mit großem Gewinn lesen.» Studium der Neueren Deutschen Philologie, Kunstgeschichte und Philosophie in Berlin, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der LMU München und der FAU Erlangen-Nürnberg. Der Roman taucht ein ins unruhige Berlin des Jahres 1919, kurz nach der Novemberrevolution. Die Buchmacherei hat mit ihrem Buch über und von Hugo Sonnenschein eine sehr gute Publikation vorgelegt.
Als Kooperativistas bauen wir tagtäglich eine neue Gesellschaft auf. Damit zeigen wir uns selbst und allen Anderen, dass eine andere Welt möglich ist.“ (S. 151 – „Venezuela: Frascasaron las cooperativas?“) Genossenschaften sind nicht per sé oder Definition etwas Gutes – das wissen wir, seit auch Schlips-träger ihre modernen Firmenkonstrukte genossenschaftlich organisieren oder der Sozialabbau durch privat Selbsthilfe-Genossenschaften kompensiert werden sollen. Genossenschaften sollen der bürgerlichen Gesellschaft helfen, Probleme kostengünstig (also über freiwilllige Lohndrückerei und Selbstausbeutung) unter dem Deckmantel der „Bürgerbeteiligung“ zu verwalten. Mit „Selbstermächtigung“ hat das nichts zu tun.
Genauso, wie in Venezuela kapitalistische oder auch staatliche Unternehmen Teilbereiche genossenschaftlich ausgliedern, um die Kosten zu drücken – und auch etablierte Genossenschaften gliedern Nichtgenosse als Lohnarbeiter│innen aus. Der Staat macht es sich bequem, indem er sozialpolitisches Engagement in Armutsquartieren und Elendsvierteln befördert, damit die Armen sich selbst um die Lebensmittel- und Gesundheitsversorgung kümmern. Daraus kann „solidarische Ökonomie“ entstehen, muss es aber nicht. Das größte Problem für deutsche Verhältnisse ist der Vergleich. Was alles in Venezuela möglich ist, stößt hier sofort an gesetzliche Grenzen und erfordert einen Kampf um den durch den Nationalsozialismus eingeschränkten und gefesselten Genossenschaftsgedanken. Sie beinhaltet eine von Peter Haumer verfasste Biographie „Judenjunge, Slowakenkind und Kulturbastard.
Genossenschaften dürfen hierzulande keine Kreditgeschäfte machen – da kommen hier gleich die Herren mit dem Schlapphut der BaFin (Bundesfinanzaufsicht), statt sich um wichtigere Dinge zu kümmern. Das bedeutet schlicht, daß hiesige Genossenschaften ihren Mitgliedern keine Kredite geben dürfen in Notzeiten oder auch als Konzept. Dazu bedarf es einer genossenschaftlichen Bank – also weiterer staatlicher Kontrollinstanzen und Behörden. Abschließend sei ausdrücklich dieses Buch denjenigen empfohlen, die eine „andere Welt“ wollen und dabei lieber „handeln“ als politisch nur rumlamentieren und die Macht übernehmen wollen. Alternative und solidarische Ökonomie mit dem Kapitalismus in allen unseren Knochen ist bestimmt eine KnochenArbeit, aber es geht darum, nicht alle Utopien auf den berühmten St.
Nimmerleinstag nach dem großen Kladderadatsch zu verschieben – der in den deutschen Breitengraden mehr als Lichtjahre entfernt ist. Nachtrag – Tupamaros Es hat nach dem Erscheinen des Buches wohl interessiert, ob denn nicht ehamlige uruguayische Tupamaros an der Gründung von CECOSESOLA beteiligt gewesen wären. Deutsche Linke brauchen immer Führer, nur sie können Gewichtiges angestoßen haben, sonst fehlt ihnen der Glaube daran. In diesem Fall ist die Antwort unzweideutig: „Kein Tupamaro hat je an dem Projekt mitgewirkt; schon gar nicht bei der Gründung.“ (contraste, April 2012). Das beruhigt mich ungemein, denn derartige Projekte funktionieren wohl gerade deshalb, weil hier eher Pfaffen als leninistische Guerilleros das Sagen haben; dabei haben beide Fraktionen längst ihre Heiligenscheine verloren … Die Central Cooperativa de Servicios Sociales del Estado Lara (Cecosesola) ist ein Genossenschaftsverband in der Region der Millionenstadt Barquesimeto in Venezuela. Versuch über das Leben von Hugo Sonnenschein“ und den Gedichtband „Der Bruder Sonka und die allgemeine Sache oder das Wort gegen die Ordnung“ von Hugo Sonnenschein.